Die versteckten Kosten, wenn man die Wasseraktivität außer Acht lässt

Viele Produktfehler gehen nicht auf einen schwerwiegenden Fehler bei der Rezeptur zurück. Sie beginnen mit der falschen Annahme, dass der Feuchtigkeitsgehalt allein ausreicht, um das Risiko zu kontrollieren. Ein Produkt kann auf dem Papier zwar die Feuchtigkeitsspezifikationen erfüllen und dennoch in der Praxis versagen, denn der Feuchtigkeitsgehalt gibt lediglich Auskunft darüber, wie viel Wasser vorhanden ist, nicht aber darüber, wie sich dieses Wasser verhält.

Wenn die Wasseraktivität nicht kontrolliert wird, machen sich die Kosten meist erst später bemerkbar – und sie sind selten gering. Am deutlichsten sichtbar sind Produktrückrufe, da Schimmelbildung, mikrobielle Kontamination und eine verkürzte Haltbarkeitsdauer ( Haltbarkeit ) häufig auf eine unkontrollierte Wasseraktivität zurückzuführen sind. Weniger offensichtlich sind die betrieblichen Kosten: Schwankende Qualität führt zu Nacharbeit, Ausschuss und zusätzlichen Prüfungen sowie zu Zeitaufwand für die Behebung von Symptomen, anstatt die eigentliche Ursache zu beseitigen. In regulierten Branchen wie der Lebensmittel-, Pharma-, Tiernahrungs- und Cannabisindustrie besteht zudem ein regulatorisches Risiko, da ein Produkt, das allein aufgrund seines Feuchtigkeitsgehalts konform erscheint, dennoch Audits oder Stabilitätsanforderungen nicht bestehen kann. Auch die Entwicklung verlangsamt sich, da sich die Rezepturentwickler auf Versuch und Irrtum statt auf Vorhersagedaten verlassen müssen.

Unternehmen, die die Wasseraktivität messen und kontrollieren, beugen diesen Kosten vor. Sie erhalten frühzeitig Einblick in potenzielle Risiken, vermeiden Überraschungen und treffen sicherere Entscheidungen, wodurch Feuchtigkeit von einer unbekannten Größe zu einer kontrollierbaren Größe wird.

Welche Geschäftskosten sind üblicherweise mit unkontrollierter Wasseraktivität verbunden?
Produktrückrufe, Nacharbeit und Ausschuss aufgrund schwankender Qualität, vermehrte Prüfungen, nicht bestandene Audits und eine verlangsamte Produktentwicklung gehören zu den häufigsten Kosten, die auf unkontrollierte Wasseraktivität zurückzuführen sind.

Kann ein Produkt die Feuchtigkeitsspezifikationen erfüllen und dennoch auf dem Markt scheitern?
Ja. Die Einhaltung eines Zielfeuchtigkeitsgehalts garantiert keine Stabilität, da der Feuchtigkeitsgehalt nicht aussagt, ob dieses Wasser verfügbar ist, um Mikrobielles Wachstum, chemischen Abbau oder physikalische Instabilität zu begünstigen. Genau in dieser Lücke liegen oft die Ursachen für Ausfälle im Einsatz.

Warum ist die Wasseraktivität für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften Konformität wichtig?
In regulierten Branchen wie der Lebensmittel-, Pharma-, Tiernahrungs- und Cannabisindustrie können Produkte, die allein aufgrund ihres Feuchtigkeitsgehalts den Vorschriften zu entsprechen scheinen, dennoch Audits oder Stabilitätsanforderungen nicht erfüllen, wenn die Wasseraktivität nicht kontrolliert und dokumentiert wird.

Inwiefern wirkt sich die Messung der Wasseraktivität auf die Zeitpläne der Produktentwicklung aus?
Teams, die die Wasseraktivität messen, erhalten bereits in einer frühen Entwicklungsphase Vorhersagedaten, wodurch die Abhängigkeit von Versuch und Irrtum verringert und der reaktive Zyklus verkürzt wird, bei dem Instabilitäten erst nach der Markteinführung entdeckt werden.

Umschlaggestaltung mit dem AQUALAB by Addium-Logo, dem Titel „Kompendium zur Wasseraktivitätund übereinander angeordneten, abstrakten blauen Datenebenen-Symbolen

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